von Bienenschlaf und Honiglollies

wenn bienen schlafen_imkerei im winter © Vivi D'Angelo foodfotografie muenchen

Was machen die Bienen eigentlich im Winter – dann, wenn wir alle dick eingemummelt in unseren Häusern sitzen, unseren Tee mit ihrem kostbaren Nektar süßen und den Husten mit Honigbonbons auskurieren?

Ich weiß es jetzt. Denn jeden Morgen führt die Hunderunde in den Wald, immer vorbei an einem warnenden Blechschild, im weiten Bogen um die Bienenkästen herum. Vor ein paar Tagen allerdings, da haben wir uns hineingetraut, schleichend durch den knisternden, festgefrorenen Schnee, der mutige Neo und ich.

Keine Bienen weit und breit, kein Surren, kein Flattern. Dafür eine Winterlandschaft der ganz besonderen Art.

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Alles still. Schlafen die Bienen?

Man mag es denken, sie machen bestimmt Winterschlaf. Falsch gedacht.Die Bienen kuscheln. Zusammengeschlossen zu einer großen Traube, einer Kugel aus Tausenden Bienenkörpern, sitzen sie in ihrem Bienenkasten und lassen die Insektenmuskelchen vibrieren, um sich gegenseiteig zu wärmen. Die Energie dafür schöpfen sie aus ihrem eigenen Honig – oder von der Winternahrung die der Imker ihnen zur Verfügung gestellt hat.

In der Mitte der Kugel – ist doch klar – die Königin.

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Während die fleißigen Bienen nichtsahnend ihre Kuschelzeit genießen, habe ich Honiglollies gemacht – mit wohltuendem Limettensaft und einem Minzblättchen obendrauf. Auch eine ganz schöne Fleißarbeit.

Honiglollies mit Minzblatt – für 10-12 Stück: 

  • 2 Esslöffel Honig
  • 3 Esslöffel Zucker
  • der Saft einer Limette
  • 10-12 Minzblätter
  • 10-12 Lollistiele oder gekürzte Schaschlikspieße
  • eine Silikon-Backmatte* mit kreisförmigen Mulden (das wäre z.B. eine für Macarons)

(*Wer keine Macaronbackmatte hat und trotzdem probieren möchte, der kann aus der selben Zuckermasse auch Bonbons machen: Backpapier mit etwas Öl einreiben, darauf gut gefettete Plätzchen-Ausstechformen positionieren, den Sirup dort hinein gießen.)

Zu Beginn die 10-12 äußeren Mulden der Macaron-Backmatte mit Öl einfetten (ja, auch wenn es Silikon ist – Zuckergebapp lässt sich ungemein schlecht lösen!). Die Silikonmatte am besten auf ein Tablett oder ein großes Schneidebrett legen, dann kann man sie auch noch problemlos bewegen, wenn sie gefüllt ist. Je ein Minzblättchen in die Mitte jeder Vertiefung legen. Auch kann man jetzt schon das Waschbecken mit etwas kaltem Wasser füllen (dort wird der Topf mit dem Karamell für die Lollies später kurz hineinversenkt).

Zucker, Honig und Limettensaft in einem Topf mischen und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Das Ganze muss nun so lange köcheln, bis sich die flüssige Mischung in Karamell verwandelt – das kann ein Weilchen dauern. Währenddessen unbedingt in der Nähe bleiben und den Inhalt des Topfes im Auge behalten – es folgt nämlich mit Sicherheit (und auch ziemlich plötzlich) ein Punkt, andem sich der goldgelbe Sirup ziemlich rapide in schwarzes Gekokel verwandeln kann (das habe ich auch schon für euch getestet).

Darum: immer wieder mit einem Kaffeelöffel eine kleine Probe Flüssigkeit auf einen Porzellanteller geben und beobachten, wie sich dieser immer schneller verfestigt. Der Sirup wird nach und nach zu goldgelbem Schaum und blubbert weiter vor sich hin (währenddessen nicht rühren!). Sobald das Geblubber beginnt, dunkler zu werden (der erste Schritt in Richtung braun, quasi), muss man schnell sein: den Topf vom Herd nehmen und kurz in kaltes Wasser stellen, damit die Zuckermasse nicht nachfärbt. Mit einem Esslöffel portionsweise das heiße Karamell in die Silikonmulden füllen. Die Schaschlikspieße auf die Lollies legen, dann den Stiel mit einem weiteren Tropfen Karamell obendrauf befestigen.

Die Lollies nun komplett auskühlen lassen.

In Backpapier oder gewachstes Papier gewickelt und vor Feuchtigkeit geschützt halten sich die Honiglollies am besten – und schmecken aus der Hand geschleckt, aber auch im Tee oder im Punsch aufgelöst.

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4 Gedanken zu “von Bienenschlaf und Honiglollies

    1. Danke dir, liebe Frau Pfefferschote! Manche Orte sind so nah an einem, dass man immer wieder schnurstracks daran vorbeiläuft. Und eines Tages bleibt man aus irgendeinem Grund stehen und sieht erst, wie wunderschön sie sind 🙂

      Gefällt 1 Person

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